Das Internationale Jahr der Wälder ist nun auch in Limbach angekommen. Mit einer groß angelegten Aktion haben die Städte- und Gemeinden im Kreis am vergangenen Montag unter der Federführung der Kreisforstverwaltung 30 Bänke an zentralen Plätzen aufgestellt. Bei uns ist die Bank vor der Werkrealschule zu finden. Es handelt sich um eine Tanne aus den Wäldern der Region. Die Bankaktion fand im Rahmen des von den Vereinten Nationen weltweit ausgerufenen Internationalen Jahres der Wälder statt.
Fast eine Tonne wiegen die 5 Meter langen und 45 mal 45 cm dicken Balken, deren Beschriftung auf der Oberseite zum Platz nehmen einlädt. "Ohne Wald kein Platz zum Ausruhen" steht dort in großen Buchstaben zu lesen und nennt die für viele Menschen so wichtige Erholungsfunktion der Wälder. "Wir wollen mit dieser Aktion die Bevölkerung auf den Wald und seine vielfältigen Bedeutungen für die Umwelt und für die Menschen hinweisen", so Forstdirektor Dietmar Hellmann von der Forstverwaltung des Neckar-Odenwald-Kreises. "Während in vielen Ländern der Welt die Wälder nach wie vor durch Rodung zerstört werden, haben wir es in Deutschland geschafft, bereits seit fast 300 Jahren, eine nachhaltige Form der Waldnutzung ständig fort zu entwickeln, die auch den Wald als Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten erhält", so der Forstexperte weiter. 800 Bänke werden in den nächsten Wochen im ganzen Land aufgestellt. Die Aktion wird im Kreis unterstützt von Landrat Dr. Achim Brötel, dem Bundestagsabgeordneten der CDU, Alois Gerig sowie dem Buchener Bürgermeister Roland Burger als Präsident der Forstkammer Baden-Württemberg . Die Forstkammer ist ein Verband, indem auch die Gemeinde als Waldbesitzer organisiert ist. .
Die Holzvorräte in den Wäldern des Landkreises sind groß. Auf ca. 46.000 Hektar Wald, das sind 42 % der Kreisfläche, stehen ungefähr 14,5 Millionen Kubikmeter Holz. Diese Menge würde rein rechnerisch ausreichen, um Dachstühle für über 2 Millionen Einfamilienhäuser herzustellen. Jedes Jahr werden im Kreis von diesen Vorräten schätzungsweise 330.000 Kubikmeter Holz genutzt und damit immer noch weniger als wieder zuwächst. Die jetzt aufgestellten Bänke umfassen einen Kubikmeter Holz. Diese Menge wächst in den Wäldern im Landkreis alle 80 Sekunden nach. Dies ist auf der Vorderseite der Bank nachzulesen, die vor dem Landratsamt steht. Wie lange diesselbe Menge Holz in unserem Gemeindewald benötigt steht auf unserer Bank. "Entdecken Sie diese Zahl selbst, indem Sie bei der Bank vorbeischauen und darauf Platz nehmen", lädt Bürgermeister Stipp die Bevölkerung ein .
Mit der Forstverwaltung arbeitet unsere Gemeinde seit je her eng zusammen. Alle Fragen der Waldbewirtschaftung und den Holzverkauf werden in unserem Auftrag von den Förstern im Landratsamt in enger Abstimmung mit Bürgermeister und Gemeinderat erledigt. "Wir können sicher sein, dass unser Revierleiter Wolfgang Kunzmann und unsere Forstbetriebsleitung stets darauf achten, daß die Nutzung und die vielfältigen anderen Funktion der Wälder in einem ausgewogenen Verhältnis stattfinden. So wie in bei uns Forstwirtschaft betrieben wird ist es für jeden Bürger möglich mit gutem Gewissen den nachhaltigsten und umweltfreundlichsten Rohstoff unseres Landes zu verwenden und wo immer möglich einsetzen. Dies stärkt die holzverarbeitenden Betriebe in der Region und schafft in jedem Haus eine angenehmes Lebensgefühl ", freut sich Bürgermeister Stipp bei der Übergabe der Bank.
Die Bevölkerung im Kreis ist aufgefordert im internationalen Jahr der Wälder das Waldkulturerbe neu zu entdecken. Verschiedene Veranstaltungen und Aktionen weisen das ganze Jahr über auf die Wälder hin als faszinierenden Naturraum, lebendigen Wirtschaftszweig, leistungsstarke Klimaanlage und beliebten Erholungsort. Die Bevölkerung wird im Amtsblatt und in der Zeitung darüber informiert. Infos zum Internationalen Jahr der Wälder finden Sie auch unter www.wald2011.de.
Über eine Sitzgelegenheit vor der Werkrealschule Limbach-Fahrenbach-Waldbrunn freuen sich neben Revierleiter Wolfgang Kunzmann, Rektorin Martina Meixner, Hausmeister Karl Scheuermann und Bürgermeister Bruno Stipp vor allem die Schülerinnen und Schüler.

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